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Der Schulleiter stellt sich vor

Der neue Schulleiter stellt sich vor

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Schule in Bewegung
Schule mit Medienprofil
Lernende Schule
Mit Freude selbstständig werden

So oder so ähnlich sehen die Leitbilder unserer Nachbarschulen aus. Als ich im August 1975 im Alter von 10 Jahren das erste Mal meinen Fuß in das Gymnasium Hittfeld setzte, waren Begriffe wie Leitbild, Schulprogramm und eigenverantwortliche Schule noch völlig unbekannt - die Schulwelt war noch in Ordnung. 

1978 traf ich zum ersten Mal auf Herrn Elsner, ich bekam ihn in den Fächern Mathematik und Physik, ein Jahr später wurde er sogar mein Klassenlehrer. 

Als ich 1984 das Gymnasium Hittfeld mit dem Abitur in der Tasche wieder verließ, hatte sich die „Schulwelt“ ein wenig verändert. In Niedersachsen hatte man inzwischen die Orientierungsstufe eingeführt, dies änderte jedoch nichts an meinem Entschluss: ich wollte Lehrer werden. Allerdings musste ich zunächst zur Bundeswehr. Bevor ich mit dem Studium beginnen konnte, leistete ich freiwillig einen zweijährigen Wehrdienst ab und wurde zum Reserveoffizier ausgebildet. 

Im Sommer 1986 hatte sich die „Schulwelt“ erneut verändert, Lehrer wurden nicht gebraucht, Einstellungen in den Schuldienst gab es fast keine. Ich wurde also nicht Lehrer, sondern begann Physik zu studieren. Nach zwei Jahren entschloss ich mich doch Lehrer zu werden, obwohl die Aussichten sich nicht verbessert hatten. Also wechselte ich auf Mathematik und Physik Lehramt für Gymnasien. 

Dieses Studium schloss ich 1993, wer richtig rechnet, nach 13 Semestern ab. Mein Referendariat machte ich an der Gesamtschule in Harburg. Im Anschluss daran hatten sich die Aussichten, in den Schuldienst eingestellt zu werden, immer noch nicht verbessert.

Ich hatte Glück und bekam eine Stelle am Athenaeum in Stade, einer „alten“ Schule mit einer über 400-jährigen Tradition. Am „Athe“ baute ich eine Energie-AG auf, arbeitete im Haushaltsausschuss mit, wurde Mitglied des Personalrates, arbeitete in der Schulverwaltung (Statistik, Lernmittel, EDV-Betreuung) mit, wurde Stunden- und Vertretungsplaner und schließlich 2007 Koordinator für die Oberstufe. Neben meiner Tätigkeit als Lehrer am Athenaeum leitete ich die schulübergreifende AG Talentförderung Mathematik in Neu Wulmstorf und baute den Kooperationsverbund Begabtenförderung in Stade mit auf. 

Mittlerweile wussten alle am Athe: „Der will Schulleiter werden, am liebsten an seiner alten Schule“. Dieser Wunsch konnte in Erfüllung gehen, denn mein „alter“ Klassenlehrer Herr Elsner sollte Anfang 2009 pensioniert werden.

Getreu dem Motto „Man muss den Leuten nur ein bisschen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter" (Wilhelm Raabe, 1831 – 1910), gab ich meine Bewerbung ab, mit gerade einmal 43 Jahren und nach nur 13 Dienstjahren, von denen ich eines nach der Geburt unserer Tochter im Jahre 2003 in Elternzeit verbrachte.

Ich hatte Glück und konnte das Amt des Schulleiters im Februar 2009 übernehmen. Ein großer Wunsch ist damit in Erfüllung gegangen. Ich bin stolz darauf, nun meine „junge“ Schule als dritter Schulleiter leiten und mitgestalten zu können.

Wieso erzählt er uns dies alles?
Wir wollen wissen was kommt!

Ich hoffe, Sie geben mir Zeit „unsere“ Schule kennen zu lernen.  In den nächste Wochen und Monaten werde ich viel lernen müssen, geben Sie mir Gelegenheit dazu und „unterstützen“ Sie meinen Lernprozess.

Ich wünsche mir, dass wir vertrauensvoll miteinander umgehen! Ich werde versuchen für Ihre und Eure Probleme stets ein offenes Ohr zu haben. Kommen Sie lieber zu früh, als zu spät zu mir und informieren Sie mich rechtzeitig über Probleme.

Auch mit seinem Schulleiter sollte man offen und ehrlich umgehen. Sollte ich einmal über das Ziel hinausschießen, so sagen Sie es mir bitte.

In der nächsten Zeit sehe ich neben dem operativen Geschäft die Schwerpunkte meiner Arbeit in folgenden Punkten: 

  • Umsetzung des Schulprogramms,
    insbesondere die Implementierung unseres Leitbildes
  • Verbesserung der Medienausstattung
    (PC-Raum, W-LAN im Oberstufen-Trakt, Ausstattung der Klassenräume)
  • Einrichtung einer Notebook-Klasse in der Qualifikationsphase (Klasse 11/12)
  • Erweiterung der Mensa und verbesserte organisatorische Einbindung der Mensa in den Schulbetrieb

Mein persönliches Leitbild lässt sich mit den Worten Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Vertrautheit, sowie dem Satz „Aus Fehlern lernen“ beschreiben.

Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam unsere Schule gestalten. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler durch ein breitgefächertes Unterrichtsangebot auf ein selbstbestimmtes Leben in sozialer Verantwortung und zur Teilnahme am kulturellen und politischen Leben vorzubereiten.

Hittfeld, Februar 2009

Stefan Weinreich
- Schulleiter -