Am Wahlsonntag flogen 33 gut gelaunte Schüler und Schülerinnen der Seminarfächer “Spanien” und “Terror” zusammen mit den Lehrerinnen Frau Steinmetz und Frau Schmiing und Herrn Werner für fünf Tage nach Barcelona. Da wir schon früh ankamen, machten wir uns am Nachmittag auf ins gotische Viertel, wo wir die Kathedrale von außen besichtigten. Weil am 24. September der Festtag der ehemaligen Schutzpatronin “Mercé” gefeiert wird, war im Zentrum jede Menge los. Nicht nur Touristen sahen sich die Umzüge an, bei denen überlebensgroße Pappmaschee-Figuren durch die Straßen ziehen. Am nächsten Morgen stand erneut die Besichtigung des gotischen Viertels auf dem Programm und wegen der frühen Morgenstunde war die Kathedrale noch nicht mit Touristen überflutet. Anschließend stiegen wir in den Keller des Städtischen Museums, wo man die sich sehr weitläufig erstreckenden Ausgrabungen aus der römischen Zeit anschauen kann. Die Mittagspause verbrachten wir am Platz Catalunya, bevor es anschießend zur Sagrada Familia ging, die uns durch die Monumentalität und das Farbenspiel sehr beeindruckte. Am nächsten Morgen fuhren wir auf den Berg Montjuic, wo wir bei strahlendem Sonnenschein die Aussicht auf die Stadt, den Hafen und den Flughafen bewundern konnten. Nach dem Kunstmuseum gingen einige ins Caixa-Kunstforum um die Ecke bzw. ins Miro-Museum. Am Abend zog es die Schüler zum Strand, wo man bei durchaus norddeutschen sommerlichen Temperaturen noch ein Bad nehmen konnte. Der Mittwochmorgen begann sehr zeitig, denn bereits um 8.40 Uhr fanden wir uns am Park Güell ein, den Antoni Gaudi, der wohl bekannteste Architekt Barcelonas, für einen Industriellen anlegte. Die frühe Morgenstunde wollten wohl auch andere Busladungen mit Touristen ausnutzen und so herrschte bereits nach kurzer Zeit ein reges Gedränge und eine lange Schlange am Eingang zur Casa Gaudi. Der folgende Weg zum Caixa Wissenschaftsmuseum führte durch das wohlhabende Nordviertel Barcalonas am Fuße des Hausberges Tibidabo. Im Museum beeindruckten uns vor allem die großen Fische im urwaldartig gestalteten Kellergeschoss und die vielen interaktiven physikalischen Experimente, die man selbst durchführen konnte. Der restliche Nachmittag war zur freien Verfügung. Montserrat liegt circa 60 Kilometer außerhalb von Barcelona im Hinterland und ist gut mit dem Zug erreichbar. Das Kloster aus dem Mittelalter wurde in dieser Woche vor allem von Pilgernden aufgesucht, die sich u.a. Heilung von ihren Leiden erhoffen. Einen Blick auf die schwarze Madonna konnten wir leider nicht erhaschen, denn das Anstehen in der Schlange hätte sicherlich 90 Minuten gedauert. Stattdessen machten sich einige Wanderlustige auf in die Berge und genossen dabei herrliche Aussichten auf die sich weit ausdehnende Ebene. Am späten Nachmittag waren wir wieder zurück in Barcelona: alle ziemlich müde und ausgehungert. Das gemeinsame Abendessen in einem Restaurant in der Nähe des Hotels bildeten den Abschluss der sehr schönen Studienreise, auf der wir viel erlaufen und gesehen haben.
Smi
