Hallo liebe Schülerschaft,
bestimmt kennt ihr das: Überall hört man, das andere Menschen auf eure persönliche Daten, etwa auf dem Smartphone, zugreifen können und dass das ganz einfach geht. Was ist dann der erste Impuls?
Was geht dir dabei durch den Kopf?
Richtig, man will sich schützen! Also schaut man erst einmal im App Store nach einer App, die schützen soll. Und plötzlich – nach der Suche ganz weit oben: Eine App mit dem Namen Onavo Protect oder auch Onavo VPN oder einfach Protect – wahrscheinlich eine professionelle und vertrauenswürdige App. Der Name klingt jedenfalls nach einer wichtigen Programmiersprache oder IT-Slang (den man zwar eh nicht verstehen würde), aber gerade deshalb besonders vertrauenswürdig kling; sehr schön – scheint etwas „zauberhaftes“ zu sein.
Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dieser App?
Wir haben für euch genauer nachgeschaut …
Genauer unter die Lupe genommen
Wenn man genauer nach „Onavo Protect“ recherchiert, entdeckt man zuerst, dass es sich um ein Unternehmen handelt, dass seit fast fünf Jahren schon zu Facebook gehört [1].
Hmm … Vielleicht macht Facebook ja auch mal etwas Gutes und will seine Nutzer beziehungsweise deren Daten tatsächlich endlich nur schützen?
Haken wir mal genauer nach; wir schauen in der Datenschutzerklärung des Anbieters [3] nach und was finden wir?
„To enable our Services, we receive all of your mobile data traffic, including location data, after you download and agree to use our Apps, which direct your mobile data traffic through or to our server. We may also receive personally identifying information such as your name, email address, or other contact information.“ [Quelle: Onavo, Datenschutzerkärung]
Das bedeutet in etwa, dass die augenscheinlich tolle Sicherheits-App den mobilen Datenverkehr, den Standort, Namen, E-Mail Adressen und andere persönliche Daten direkt oder indirekt an Facebook weitergibt. Sämtlicher Datenverkehr wird direkt über Facebooks Server umgeleitet. Alles, was Facebook bis dahin noch nicht über dich wusste, spühlt man mit der „Onavo Protect“-App direkt in die Hände des mächtigen und datenhungrigen Unternehmens.
Wie schütze ich mich?
Um sich davor zu schützen, ist es wichtig, diese App nicht herrunterzuladen oder zu installieren. Vor der Installation von Apps aolltet ihr grundsätzlich immer die Berechtigungsdetails und besonders auch die Datenschutzerklärung lesen. Das macht zwar wenig Spaß, aber ihr könnt ja auch eure Eltern darum bitten oder zu den #Webcoaches kommen. 😉
#Webcoaches
(Luca. K.)
Quellen:
[1] https://en.m.wikipedia.org/wiki/Onavo
[2] Kuketz Blog von Mike Kuketz
[3]
