Sehr erfreuliche Ergebnisse bei der Fokusevaluation
Die positiven Rückmeldungen an die Lehrkräfte im Anschluss an die gezeigten Unterrichtsstunden ließen schon auf das gute Ergebnis, das wir bei der Fokusevaluation erzielen konnten, schließen. Da war von „Individualisierung par excellence“ und „sehr anspruchsvollem Unterricht die Rede. Seit dem 25. Juni ist es nun amtlich: Am Gymnasium Hittfeld gelingt es uns, die Schülerinnen und Schülerder 11. Klasse zu selbstgesteuertem Lernen anzuleiten und sie dazu zu befähigen, ihren Lernprozess kritisch zu reflektieren.
Im September 2018 hatte die Schule das Fokusthema „Individualisiertes Lernen“ gewählt. Zwar wird im Unterricht am Gymnasium Hittfeld schon viel differenziert, aber gerade im Hinblick auf die bevorstehende Wahl für die Qualifikationsphase im 11. Jahrgang wollten die Lehrkräfte den Unterricht noch individueller auf die Schülerinnen und Schüler abstimmen. Das Ziel der Individualisierung war, die Reflexionsfähigkeit, Selbststeuerungsfähigkeit und Selbsteinschätzungsfähigkeit der Lernenden zu verbessern, damit sie sich zielgerichtet auf die Qualifikationsphase in der Sekundarstufe II vorbereiten können.
Vom 17. – 19. Juni 2019 fand nun der Evaluationsbesuch I statt. Dazu kamen zwei Expertinnen des Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) an die Schule. Frau Feddersen und Frau Busse sahen sich drei Tage lang Unterricht in den 11. Klassen in Latein, Spanisch, evangelischer Religion und Chemie an und führten Gespräche mit Lehrkräften, Eltern sowie Schülern und Schülerinnen des 11. und der Schulleitung. Das Ergebnis, das am 25. Juni den beteiligten Lehrkräften, Mitgliedern der SV sowie der Schulleitung mitgeteilt wurde, kann sich sehen lassen. Die Begutachtung von außen hat gezeigt, dass am Gymnasium Hittfeld sehr erfolgreich im Unterricht durch ein offenes Angebot von Lernstationen, unterschiedliche Zugänge, frei wählbare Sozialformen und methodische Zugänge sowie die häufig eingesetzten kooperativen Arbeitsformen die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtig werden. In den Bereichen Unterrichtsorganisation und Unterrichtsklima wurde die Maximalpunktzahl erreicht. Die soziale Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler ist sehr stark ausgeprägt. Die Fokusevaluation hat ergeben, dass die Unterrichtsgestaltung die SuS der 11. Klassen darin unterstützt, ihren Lernprozess selbst zu steuern und z.B. anhand von Kompetenzrastern ihren Lernerfolg selbst einzuschätzen. Die Evaluatorinnen waren beeindruckt von dem hohen Niveau unserer Schule und davon, wie überzeugend das selbst gesteckte Ziel bereits umgesetzt werden konnte. Sie merkten außerdem an, dass auch das zu Beginn des Schuljahres 2018/2019 eingeführte Kabinettsystem die Möglichkeiten der Individualisierung erhöhe, da z.B. die Lehrkraft Zusatzmaterialien und Hilfsmittel den Schülern und Schülerinnen leichter zugänglich machen könne.
Die Zeit und Arbeit, die in der schulischen Arbeitsphase I seit September 2018 investiert wurde, hat sich also gelohnt. Sowohl SuS als auch Eltern äußerten sich in den Gesprächen mit den Evaluatorinnen sehr positiv zu dem Unterricht. Die Lehrkräfte selbst zogen ebenfalls ein positives Fazit, da sie für sich und ihren Unterricht sehr viel aus dieser intensiven Arbeitsphase mitnehmen, was in Zukunft noch ausgefeilt werden soll, um die Erfahrungen dann an andere Kolleginnen und Kollegen weitergeben zu können.
Zur Diskussion der Evaluationsergebnisse sowie zur Zielformulierung für die Arbeitsphase II trafen sich dann am 25. Juni nocheinmal alle Beteiligten:
Die sehr guten Ergebnisse lassen uns motiviert die zweite schulische Arbeitsphase der Fokusevaluation in Angriff nehmen, die im April 2020 mit dem zweiten Evaluationsgespräch abschließen wird.
