49 Schulen in der Region Lüneburg freuen sich über die Auszeichnung zur “Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“, die von der Niedersächsischen Landesschulbehörde jährlich an Schulen in Niedersachsen verliehen wird. Sieben Schulen erhielten zusätzlich die besondere “Internationale Auszeichnung”. Dazu gehört auch unser Gymnasium Hittfeld, dass sogar die “Internationale Auszeichnung” überreicht bekam.
Die Auszeichnungen wurden den Schulen am 26.09.2019 im Rahmen eines Festaktes im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf von Kultusminister Grant Hendrik Tonne feierlich überreicht. Schulen aller Schulformen nutzen in Niedersachsen seit inzwischen 24 Jahren die Chance, sich mit der Teilnahme an „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule” ein zukunftsorientiertes Profil im Sinne der Agenda 21 zu geben. Niedersachsenweit nehmen aktuell 340 Schulen an diesem Projekt teil. Diese Zahl beeindruckt, denn bundesweit sind insgesamt über 700 Schulen beteiligt.
Mit zwei Themen aus dem Bereich der Umwelt-/Nachhaltigkeitsbildung muss sich jede Schule kreativ und engagiert auseinandersetzen. Eine Vielzahl von Themen kann gewählt werden: Abfall, Wasser, Energie, Naturschutz, Biodiversität sowie ökologische Gestaltung des Schulgeländes, Mobilität, Gesunde Ernährung, Kunst und Ökologie. Weitere Projekte behandeln globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme, Beiträge zum Klimaschutz, die Gründung einer nachhaltigen Schülerfirma und nachhaltiges Wirtschaften.
Unsere Schule beteiligte sich mit der Kooperation mit dem WPZ Ehrhorn, die in Form eines curricular verankerten “Waldtages” in Kl.7 stattfindet. Zentrale Aspekte sind dabei u.a. nachhaltige Forstwirtschaft, Bodenbildung und Artendiversität.
Praktische Beiträge zur Artendiversität leisten die angelegten Blühstreifen (in Kooperation mit Gemeinde Seevetal) und die Imker-AG.
Weiterhin gab es ein Angebot von Seminarfachkursen zum Thema Nachhaltigkeit allgemein (mit einer großen Bandbreite verschiedener Themen von Tourismus bis nachhaltiges Industriedesign). Selbst Seminarfachkurse, die unter anderen Themen liefen, widmeten sich in Einzelthemen den Aspekten der Nachhaltigkeit wie z.B. die Auswirkungen des Klimawandels auf die Backwaters in Kerala/Südindien.
Ferner wurden soziale Projekte wie Kooperation mit dem Haus Huckfeld und dem Hospiz für Hamburgs Süden in der Auszeichnung berücksichtigt.
Der nachhaltige Umgang mit der eigenen Lebenswelt und der Blick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und auf spätere Generationen stehen in allen Projekten im Vordergrund. Die beteiligten Schulen handeln damit im Sinne der von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 gestarteten Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung”.
Neben der Kooperation möglichst vieler Beteiligter in der eigenen Schule und ihrem Umfeld ist der Austausch im Netzwerk der Umweltschulen ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg des Programms. Wer einmal an einer der regelmäßig angebotenen Veranstaltungen teilgenommen hat, kann bestätigen, dass dieser „Blick über den Tellerrand” besonders positive Effekte auf die eigene Arbeit und die Motivation bewirkt.

Die Schulen erhalten nach zweijähriger Teilnahme die Auszeichnung. Jedes Jahr ist die Jury von Umfang und vom „kreativen Reichtum” der Projekte beeindruckt, wie Markus Steinbach, der Regionalkoordinator der Umweltschulen in der Regionalabteilung Lüneburg, es formulierte.
Die nationale Koordination für das Programm liegt bei der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung in Schwerin. Internationaler Träger ist die Stiftung für Umwelterziehung FEE. Weltweit gibt es das Programm in mehr als 50 Staaten. Die „Eco- Schools-Connect” Datenbank ermöglicht es, sich weltweit über teilnehmende Schulen und ihre Projekte zu informieren und dabei interessante Kontakte zu knüpfen.
Markus Steinbach; Isabell Pigors, Franziska Kleiner, Irmgard Bierwisch
