24 Stunden in Berlin – Klassenfahrt der 11b und 11c

Am Montag, den 01. Juli 2019 starteten die Klassen 11b und 11c mit ihren Klassenlehrern Herr Martin bzw. Herr Schäfer pünktlich um 7:00 Uhr zur „Klassenfahrt“ nach Berlin. Mit von der Partie war ebenfalls Frau Daun.

Das Stattfinden der „Klassenfahrt“ wurde erst relativ kurz vorher, nachdem sich die Schülervertretung für sie stark gemacht hat, von der Schulleitung genehmigt.

Mit einem polnischen Busunternehmen ging es über viele Kilometer Autobahn in die Bundeshauptstadt. Der Bus steuerte noch vor dem Check-in im Hostel die Gedenkstätte Hohenschönhausen an, ein Ort an dem die damalige DDR politische Gefangene inhaftiert hatte. Nach einer lebhaften Führung durch ehemalige Gefangene, welche von der Schreckensherrschaft der DDR und den unmenschliche Haftbedingungen erzählten, waren sich die Schülerinnen und Schüler sicher:

„Nie wieder Sozialismus!“

Bei einer Klassenfahrt ist eine günstige Unterkunft das A und O. Daher ging es durch Berlin weiter bis hin zu unserer Unterkunft, dem A&O Hostel. Leider parkte unser Bus direkt vor dem Eingang zur mexikanischen Botschaft, daher musste er erst umparken, bevor das Gepäck entladen werden konnte. Die Schülerinnen und Schüler bezogen die Zimmer und konnten anschließend in kleinen Gruppen die Stadt erkunden.

So nutzten viele der Schülerinnen und Schüler die Zeit, um bekannte Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Vor dem Brandenburger Tor wurden Selfies geschossen, das Reichstagsgebäude wurde sich von außen angeschaut und einige Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit für einen Bummel über den bekannten Kurfürstendamm („Ku’damm“) sowie durch das bekannte Kaufhaus des Westens (KaDeWe). Für eine ausgiebige Shoppingtour fehlte allerdings die Zeit (und auch das Geld).

Lichtshow am Paul-Löbe-Haus
Die Lichtshow am Paul-Löbe-Haus visualisierte die Geschichte der Bundesrepublik
Ausstellung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Die Ausstellung zeigte viele Informationen
Klassenfahrt nach Berlin
Nach Berlin ging es für die Klassen 11b und 11c

Nach einer kurzen Erholungspause in den Hostelzimmern gab es dann abends eine Stärkung im bayerischen Bräuhaus des Sony Centers. Beide Klassen saßen gemütlich mit ihren Lehrern zusammen und es wurde viel geredet. Typisch bayerische Spezialitäten und entsprechende Getränke sorgten für eine angenehme Gesprächsathmosphäre.
Danach erkundeten einige Schülerinnen und Schüler weiter die Stadt, die im Sonnenuntergangslicht noch schöner als am Tag wirkte. Neben Tiergarten und Siegessäule lockte auch eine faszinierende Lichtshow am Bundestag, die kompetent Informationen über die Geschichte der Bundesrepublik visualisierte, die beiden Klassen an.

Zum Schluss, vor dem pünktlichen Schlafen gehen, wurde dann noch die Dachterasse des Hostels genutzt, um den aufregenden Tag ausklingen zu lassen.

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück aus pappigen Brötchen, Orangensaft (der vermutlich mehr Chemikalien als die Sammlung der Fachschaft Chemie am Gymnasium Hittfeld enthielt), Wurst, die viele Schülerinnen und Schüler zum spontanen Vegetariersein anregte und so etwas wie Marmelade.
Danach mussten die Koffer wieder gepackt und im Bus verstaut werden. Nach einer kurzen Fahrt durch unsere schöne Bundeshauptstadt erreichte der Bus auch schon die bekannte Eastside Gallery. An einem Teil der ehemaligen Berliner Mauer hatten Künstlerinnen und Künstler Karrikaturen und Schriftzüge, die Friedensbotschaften enthielten und auf die Vorzüge der Wiedervereinigung aufmerksam machten, angebracht. Viele Teile der bunten Mauer eigneten sich als Fotomotive. Von einem Anleger nahe der Gallery begann das abschließende Highlight des Tages: Eine audiogeführte Spree-Kreuzfahrt durch das Herz Berlins. Bedingt durch den bewölkten Himmel und eine recht steife Briese war das Sonnendeck frei und die Schülerinnen und Schüler nahmen Platz und lauschten den interessanten Informationen über die Hauptstadt. Berlin zeigte sich von seiner überraschend schönen maritimen Seite. Die Schülerinnenn und Schüler waren begeistert. Zudem war der, im Vergleich zu Hamburg geringe Wellengang kein Problem für die nicht so seefesten Schülerinnen und Schüler. Und so fiel es ihnen auch schwer, Abschied von unserer Bundeshauptstadt zu nehmen; denn direkt am Anleger wartete unser Bus zurück nach Hamburg. Nach einer 4 stündigen Fahrt wurde der heimatliche Peperdieksberg gegen ca. 17 Uhr erreicht.

Eastside Gallery
Viele Teile der bunten Mauer eigneten sich als Fotomotive
Sonnendeck ohne Sonne
Maritime Berliner Luft roch man auf dem Sonnendeck des Sightseeing-Schiffes
Reichstagsgebäude vom Wasser aus
Ein Blick auf das Reichstagsgebäude vom Wasser aus

Es war eine sehr kurze, jedoch tolle Zeit, in der wir viel von Berlin gesehen haben. Außerdem haben wir als Klassen untereinander viel Zeit miteinander verbracht und einen guten Zusammenhalt für die kommende gymnasiale Oberstufe erlangt.

Ein großes Dankeschön geht an die Schulleitung für das Genehmigen der spontanen Fahrt und an die begleitenden Fachlehrkräfte, die nicht nur auf eine reibungslose Planung, sondern auch auf uns und den sowohl netten als auch entspannten Umgang geachtet haben. Ohne sie und unseren Busfahrer Andrej, der trotz Sprachbarrieren immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, wäre die Fahrt kein voller Erfolg gewesen

Artikel von Julie B. (12) und Julian L. (12)