Zwei erste Plätze bei JugendForscht in Lüneburg

Lüneburg/Hittfeld, 10. Februar 2023 – Roland Heinhorst (18), Florin Strehle (18) und Philipp Schroedter (10) gewinnen mit ihren Projekten beim Jugend forscht Regionalwettbewerb an der Leuphana Universität Lüneburg den ersten Preis im Fachgebiet Chemie und Biologie. Damit haben sich die drei Schüler des Gymnasiums Hittfeld für den Landeswettbewerb qualifiziert und dürfen Ihre Projekte in ca. 6 Wochen bei den Landeswettbewerben in Einbeck und an der Technischen Universität Clausthal erneut präsentieren.
Florin und Roland haben die Trockenperiode im letzten Sommer zum Anlass genommen, zu untersuchen, ob Badewasser zum Gießen von Pflanzen geeignet ist. Recherchen haben zu dieser Frage keine validen Aussagen ergeben. Also untersuchten die beiden Schüler den Einfluss verschiedener Bade- und Duschzusätze auf das Pflanzenwachstum, analysierten verschiedene bodenrelevante Parameter der verschiedenen Tensidlösungen. Dabei entwickelten sie quasi nebenbei eine neue, sehr einfache Methode zur Bestimmung der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten. Zur Zeit untersuchen sie noch den Einfluss von Tensiden auf das Kapillarwasser im Boden und experimentieren mit Kaffeesatz zur Verbesserung der Eignung von Badewasser zur Pflanzenbewässerung. Das Thema hat eine große aktuelle Relevanz, weshalb das Projekt zusätzlich mit dem Sonderpreis ‚Ressourcenschonung‘ ausgezeichnet wurde. Zusätzlich erhielt es den Jugendpreis der Verdieck-Stiftung.
Philipp stellt schon seit drei Jahren biologischen Pflanzendünger aus verschiedenen Pflanzenauszügen her, den er selbst ‚Pflanzdrink‘ getauft hat. Philipp hat in seinen Projekt die Wirksamkeit seiner Pflanzdrinks auf das Pflanzenwachstum und als Fraßschutz vor Schnecken unter-sucht. Dafür hat er auch die Nährstoffe Ammonium, Nitrat und Phosphat seiner Pflanzdrinks analysiert. Außerdem hat er einen Pflanzdrink aus Walnussblättern hergestellt, der das Pflanzen-wachstum hemmen kann. Das ist auf den in allen Pflanzenteilen des Walnussbaums enthaltenen Wirkstoff Juglon zurückzuführen. Philipp probiert gerade aus, ob so das Keimen von Kartoffeln verzögert werden könnte.
Betreut wurden die drei Preisträger in der Jugend forscht AG am Gymnasium Hittfeld. Die Betreuungslehrerin Dr. Andrea Schroedter ist stolz auf die Leistungen ihrer Schüler, „Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester MINT-Wettbewerb. Eine Teilnahme macht sich immer gut im Lebenslauf und ist für Stipendien hilfreich. Jetzt werden zur Vorbereitung auf den Landeswettbewerb noch die letzten Experimente gemacht. Wir wünschen den Dreien viel Erfolg!“


Über Jugend forscht:
Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. Der Wettbewerb ist ein wirksames Instrument zur Nachwuchsförderung. Neun von zehn erfolgreichen Teilnehmenden studieren später ein Fach im MINT-Bereich. Viele sind anschließend als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen und in Forschungseinrichtungen oder als Führungskräfte in Unternehmen tätig.
Der Regionalwettbewerb in Lüneburg wird durch die Körber Pharma Software GmbH ausgerichtet und findet auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg statt, wo in diesem Jahr am 9.-10.2.2023 98 Jungforscherinnen und Jungforscher 56 Projekte präsentiert haben.

Weiterführende Infos zum Wettbewerb Jugend forscht: https://www.jugend-forscht.de/

Rechteinhaber / Lizenz der Bilder im Anhang: Schroedter/Heinhorst/Strehle