Hallo liebe Schulgemeinschaft,
wir möchten euch hier von einer spannenden Woche berichten, in der wir Besuch von unserer Erasmuspartnerschule aus Finnland hatten. Das Erasmusprojekt brachte uns nicht nur ein Stück Finnland nach Deutschland, sondern öffnete auch Türen zu neuen Freundschaften und interessanten kulturellen Einblicken. Begleitet von Frau Weiß und Frau König nahmen an diesem Projekt 15 deutsche und 14 finnische SchülerInnen teil. Gemeinsam arbeiteten wir auf Englisch zum Thema Sustainability und Democracy in Practice, nahmen an interessanten Workshops teil und verbrachten eine Woche voller Informationen und neuer Erfahrungen.
Neben unserer Projektarbeit standen aber auch der Spaß und die Freundschaft im Vordergrund, denn die Woche hat uns nicht nur gezeigt, wie wichtig diese internationalen Freundschaften sind, sondern auch, wie viel wir voneinander lernen können. Es war eine Zeit des Austauschs und der gemeinsamen Erlebnisse, die uns alle bereichert hat.
Am Dienstag, den 09.01.24 startete das Projekt zur ersten Stunde in unserer Schule. In der Nacht zuvor hatten die Finnen eine erste Gelegenheit, sich etwas in die neue Umgebung einzufinden, da sie Montagabend spät am Hittfelder Bahnhof angekommen waren. Anfangs hielt Frau Weiß eine Ansprache, gefolgt von einer Willkommensrede von Herrn Patyna auf Finnisch!
Wir haben Kennenlernspiele gespielt und dabei schon eine erste Einführung in die Themen bekommen. Anschließend haben alle SchülerInnen mit ihren AustauschpartnerInnen ihren regulären Unterricht in der fünften Stunde besucht, um den Finnen einen kleinen Einblick in unser Schulleben zu geben. Mittags besuchten wir dann einen Workshop in Hamburg. Dieser hat im Süd-Nord Kontor, einem Fair-Handels-Unternehmen in Ottensen stattgefunden. Allerdings waren wir die meiste Zeit draußen unterwegs, da wir eine Rallye zum Thema Fairtrade gemacht haben. In diesem Workshop lag der Fokus besonders auf dem Nachhaltigkeitsaspekt des Fairtrade, insbesondere des Kakaoanbaus und -handels.
Am Mittwoch besuchten wir das Schokoladenmuseum CHOCOVERSUM in Hamburg und bekamen dort eine Führung auf Englisch, auf der wir viel über die Produktion von Schokolade und daraus resultierende Probleme lernten. Dazu wurde uns nähergebracht, welche Schokoladen man kaufen sollte, um keine Ausbeutung zu unterstützen und nachhaltiger zu konsumieren. Zu unseren Highlights zählte dabei vor allem, unsere eigene Schokoladentafel kreieren zu können.
Am Nachmittag schauten wir im Abaton Kino den sehr bewegenden Film „Dear future children“, welcher von drei jungen Aktivistinnen handelt. Dieser Film verdeutlichte zum einen, wie wichtig der Umweltschutz ist, da eine der Aktivistinnen eine direkte Betroffene der Folgen des Klimawandels war. Auf der anderen Seite zeigte er, wie viel Mut man braucht, um an vorderster Front für seine Rechte und gegen soziale Ungleichheiten zu kämpfen. Bei uns hat der Film einen prägenden Eindruck hinterlassen.
Am Donnerstag stand ein Upcycling-Workshop auf dem Programm. Dieser fand im Umweltzentrum „Gut Karlshöhe“ in Hamburg-Farmsen statt. Im Workshop, unter der Leitung der Umweltpädagogin und Biologin Silvia Schubert, erfuhren wir, wie der Verbrauch von Plastik minimiert werden kann und welche Alternativen es gibt. Des Weiteren lernten wir, dass eine nachhaltige Lebensweise auch das Überdenken und Vermeiden von unnötigen Konsumgütern beinhaltet. In Gruppen diskutierten wir außerdem über Techniken und kreative Ansätze, um Abfallmaterialien in neue Produkte umzuwandeln. Zum Schluss hatten wir die Gelegenheit, verschiedene Upcycling-Ideen selbst auszuprobieren. Dabei konnten wir beispielsweise aus alten Tetrapaks ein Portemonnaie basteln.
Danach besuchten wir noch die Plaza der Elbphilharmonie. Wir besichtigten die Aussichtsplattform und machten ein paar gemeinsame Fotos. Danach war unser schulisches Programm für diesen Tag beendet und wir hatten den restlichen Tag frei. Deshalb teilten wir uns in verschiedene Gruppen auf, gingen shoppen oder erkundeten die Stadt auf eigene Faust. Am Abend kamen wir dann noch einmal alle für eine Abschlussparty zusammen und jeder brachte etwas zum Essen und Trinken mit. So kam dann ein großes Buffet mit den verschiedensten Snacks zusammen. Wir spielten zusammen Tischtennis, unterhielten uns viel und feierten alle gemeinsam den letzten Abend.
Freitag war der letzte Tag des Projekts, zu dem wir uns in der Schule trafen. Die Aufgabe war es, selbst ein Brettspiel zum Thema des Austausches – Sustainability and Democracy in Practice – zu erstellen und anschließend zu spielen. Dies war eine gute Möglichkeit, um zum Schluss noch einmal die eigenen Erfahrungen zum Thema einzubringen und zu reflektieren und sich vor allem untereinander abschließend auszutauschen.
In der Mittagspause spendierte uns Erasmus+ noch eine Pizza, sodass wir unsere Gäste gut gestärkt auf ihre lange Heimreise schicken konnten.
So ging eine schöne Woche zu Ende, in der wir viele Erfahrungen sammeln durften, Spaß hatten, aber auch viel dazu gelernt haben. Mit Vorfreude blicken wir nun auf den Gegenbesuch in Finnland im April.
Näkemiin!
Charlotta, Louisa, Kim & Aurelia (Jahrgang 11)
