Indien 2015

Exkursions-Bericht zum Wasserprojekt in Indien

In Indien haben wir zwei Seiten des Landes kennengelernt- die Momente der Gastfreundschaft und die ausgelassene Fröhlichkeit, aber auch die bedrückende Armut. Zu der bedrückenden Seite gehörte auch die Wanderung auf den Armutsberg. Nachdem wir unsere Gastfamilien getroffen hatten, machten wir uns auf den Weg zu diesem Berg. Der Fuß des Berges war noch mit dem Auto befahrbar; es gab jedoch keine geteerten Straßen, sondern nur schmale Schotterwege mit großen Schlaglöchern. Diesen ersten Teil des Weges legten wir in zwei Gruppen zurück. Während einige mit dem Auto fuhren, sind die Anderen auch dieses Stück schon gewandert. Wir trafen uns kurz darauf wieder und von dort aus wanderten wir gemeinsam einen schmalen rutschigen Pfad zu einem Haus, welches letztes Jahr von unserer Schule gespendet wurde. Der Hausbesitzer, den wir dort trafen, wirkte müde und schicksalsergeben. Dennoch freute er sich riesig über unseren Besuch und lud uns ein, sein Haus zu besichtigen. Das sehr einfache Haus war aus Beton gebaut und anstelle von Türen und Fenstern waren einfache Löcher in den Wänden.

Indien 2015 - Hütten auf dem Berg der Armut
Indien 2015 – Hütten auf dem Berg der Armut

Das Bett des Hausbesitzers war nur eine alte Matratze, die auf dem Boden lag; der Kochherd war ein Betontisch mit einer Mulde, in welcher ein offenes Feuer angezündet werden konnte. Obwohl dieses einfache Haus für uns sehr ärmlich aussah, war es für seinen Besitzer ein großes Geschenk.

Je höher wir auf den Berg wanderten, desto schlechter wurden die Wege und die Menschen wurden immer ärmer. An dem höchsten Punkt, den wir erreichten – wir sind nicht bis auf den Gipfel gewandert -, wohnten die Menschen nur noch unter löchrigen Plastikplanen.

Auch diese Seite Indiens hinterließ bei uns allen einen bleibenden Eindruck.

Finja Freyer, Schülerin