
Am 06. März stand der Ausflug des 10. Jahrgangs zur Gedenkstätte des ehmaligen Konzentrationslagers in Neuengamme an. Kurz nach 8 Uhr verließen wir das Schulgelände und machten uns dorthin auf den Weg, wo wir gegen 9 Uhr ankamen. Nach einer kurzen Pause im Glashaus am Eingang trafen wir auf unseren Tourguide Lucy, welche uns kurz anhand eines Modells den Aufbau des Geländes erklärte, wobei erste Fragen beantwortet werden konnten. Schon machten wir uns auf den Weg zum ersten Stopp, einem Wagon der ehemaligen Deutschen Reichsbahn. Hier erzählte uns Lucy Genaueres über die Ankunft der KZ-Häftlinge in Neuengamme und wir konnten hier schon unser Vorwissen gut einbringen. Danach gingen wir an den Platz, auf dem in etwa das Krematorium des Konzentrationslagers gestanden hat. Dieser wird heute als Gedenkstätte genutzt, weil sich hier die Spur ihrer Angehörigen verliert, denn die Asche dieser wurde an verschiedenen Stellen des Geländes verteilt.
Als nächstes sahen wir uns die Umrisse des ehemaligen Lagergefängnisses an, auch „Bunker #1“ genannt. Auch dort wurden Menschen ermordet.
Nachdem wir auf dem Appellplatz klärten, wozu dieser diente und einen Blick auf die Umrisse der Baracken und die des Krankenlagers richteten, welche mit kleinen Steinbeeten gekennzeichnet waren, ging es für uns in eines von zwei Klinkergebäuden, in die heutige Ausstellung, wo wir 45 Minuten Zeit uns umzusehen und eine kleine Pause zum Essen bekamen. Hier waren besonders die Biografien der Opfer interessant. Leider haben wir es nicht geschafft alles anzusehen, jedoch haben wir nach den 45 Minuten zusammengetragen, was wir alles herausgefunden haben und konnten unser Wissen miteinander teilen. Bei dieser Auswertung sind wieder sehr viele Fragen aufgetreten, die wir gemeinsam mit Lucy und Herrn Wille klären konnten. Danach machten wir uns auf den Weg zu dem Platz, an dem früher die Baracken der SS-Wachmänner standen. Hier befindet sich ein weiteres Gebäude zur Ausstellung über die Täter, wofür wir leider keine Zeit mehr hatten. Lucy konnte uns aber trotzdem sehr gut informieren.

Danach ging es noch zu einer Nachstellung der Grube, in der die Häftlinge früher nach Lehm hätten gegraben können, da im KZ Neuengamme hauptsächlich Klinkersteine produziert wurden, wofür man diesen Lehm gebraucht hat.
Unsere letzte Station mit Lucy war der offizielle Gedenkplatz auf dem eine 27 Meter hohe Stele mit der Aufschrift „Euer Leiden, Euer Kampf und Euer Tod sollen nicht vergebens sein“ sowie das internationales Denkmal zur Erinnerung die Opfer stehen. Die Größe der Stele hat die Funktion diese Zeit nicht zu vergessen. Nachdem wir uns von Lucy verabschiedet und bedankt hatten, blieben uns noch 35 Minuten Zeit, um das Haus und den Hain des Gedenkens zu besuchen. Dann stand gegen 14 Uhr der Rückweg an und wir kamen gegen 14:30 Uhr am Peperdieksberg an, wo nach einer kurzen Verabschiedung die Exkursion zu Ende ging.
Alle Schüler unserer Klasse haben den Ausflug nach Neuengamme als lehrreich und eindrucksvoll empfunden – es war ein sehr bewegendes Erlebnis, welches uns geholfen hat, die Situation der Opfer der NS-Zeit näher zu bringen.
Lotti (Jahrgang 10)
